Gemeinsam besser

Was versteht man unter Kindheitspädagogik?

Die heutige Früh- bzw. Kindheitspädagogik ist von der Auffassung vom Kind als Ko-Konstrukteur bestimmt.

  1. Kinder werden als Humankapital gesehen, das es optimal zu bilden gilt, weil sonst die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf den globalen Märkten nicht gesichert ist.
  2. Bildung wird als Aufgabe in die Hand der Individuen gelegt, denen dann die Verantwortung für ihren Erfolg oder Misserfolg zugeschrieben werden kann. Damit werden die gesellschaftlichen Faktoren für die ungleichen Start- und Entwicklungschancen ausgeblendet.
  3. Kindertageseinrichtungen gelten als Unternehmen, die betriebswirtschaftlich zu führen und deren Kosten transparent sind. Damit wird auch die Pädagogik ökonomischem Kalkül untergeordnet.
  4. Kindertageseinrichtungen entwickeln sich zu Dienstleistern für die Unternehmen, die im Zugriff auch auf die weiblichen Arbeitskräfte unbegrenzte Öffnungszeiten benötigen.
  5. Fachkräften wird die Aufgabe übertragen, über Elternarbeit und die Bildung der Kinder die Auswirkungen der sozialen Ungleichheit anzugleichen.

Kindheitspädagogik umschließt die Arbeit mit Kindern von Null bis Zwölf Jahren ein. Die Inhalte der Kindheitspädagogik sind durch die Erkenntnisse der Pädagogik und Psychologie bestimmt. Es ist ein neues “Bild vom Kind” und seinem Lernen entstanden. Das Kind wird als kompetenter Konstrukteur seiner eigenen Bildungsprozesse angesehen.

Seit 2004 entstehen an Deutschlands Hochschulen Bachelor- und Masterstudiengänge für Bildung und Erziehung im Kindesalter. In den neuen Studiengängen sollte der Forderung nach einer höheren Qualifikation pädagogischer Fachkräfte entsprochen und akademisch ausgebildete ErzieherInnen ausgebildet werden.

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