Gemeinsam besser

Warum sind die Schüler in Finnland so erfolgreich?

Seminar:     Bildungssysteme – nationale und internationale Aspekte

                   (Modul III/3)

Dozentin:     Prof. Dr. Rahel Dreyer

Leistungsnachweis als Poster

 

 

   Finnlands Bildungssystem:  

Ein Einblick in das Vorschul- und Grundschulsystem

Flagge_Finnland

Kerstin Rosengarten

Matrikelnummer:     039434

Ulla Ullmann-Fels

Matrikelnummer:     039432

Sabrina Müller

Matrikelnummer:     039049

 

Berlin, den 31.Mai 2013

Gliederung

1.Einleitung……………………………………………………………1

2. Leitlinien der finnischen Bildungspolitik………………………………………………………..2

3. Die frühpädagogischen Tageseinrichtungen……………………………………………………3        

4. Die Gemeinschaftsschule inFinnland………………………………..5

5. Rahmenbedingungen der Gemeinschaftsschulen in Finnland……….8

6.Fazit……………………………………………………………….9

7.Literaturverzeichnis………………………………………………..10

 

 

1. Einführung

In Finnland ist das Recht auf Bildung und Kultur in der Verfassung verankert. So weist die finnische Bildungsexpertin Riitta Piri (2002) mit ihrer Aussage “in Finnland zählt Bildung mehr als Besitz” auf die soziokulturelle Grundeinstellung des Staates hin. Diese „bilde das Fundament für das erfolgreiche Bildungswesen“.

Finnlands Bildungssystem zählt zu den besten der Welt. Die PISA Studien zeigen regelmäßig auf, dass finnische Jugendliche mit ihren Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften auf den vorderen Plätzen liegen. 2009 landete Finnland im Bereich Lesekompetenz unter allen OECD Ländern  und den Partnerstaaten nach Shanghai  und Südkorea auf dem dritten Platz. (Vgl. OECD 2010) Ein Grund dafür ist die starke Investition des Staates in die Bildung.

„Das Bildungswesen eines Landes muss als eine zentrale Institution der modernen Gesellschaft angesehen werden. Nur durch Bildung und Erziehung der nachwachsenden Generation und durch Öffnung von Wegen der Bildung und Weiterbildung für Erwachsene jeglichen Alters können sich menschliche Ressourcen ausbilden und entfalten, können die Möglichkeit politisch-gesellschaftlicher Partizipation eines jeden Menschen gesichert, Ökonomie und Kultur gefördert, die gesellschaftlichen Grundlagen des Zusammenlebens

insgesamt nachhaltig bewahrt und entwickelt werden.“ (Matthies, Skiera 2009, 9)

In den folgenden Abschnitten wird ein Einblick auf das finnische Bildungssystem  gegeben.

 2. Leitlinien der finnischen Bildungspolitik

Der Erfolg der finnische Bildungs- und Wissenschaftspolitik baut auf folgende Staatsziele auf:

  • Chancengleichheit
  • Vollständigkeit der Bildung (Grundbildung umfasst 9 Jahre)
  • Kompetenz der Pädagogen
  • sonderpädagogische Förderung
  • ein flexibles System auf Empowerment
  • wertschätzende Beurteilung, aktive Konzeption des Lernens
  • Vernetzung verschiedener Bildungsebenen (Vgl. Finnish National Board of Education 2012)

 

Jedem Kind ist die Möglichkeit zur Bildung und zur Persönlichkeitsentwicklung entsprechend seiner Fähigkeiten unabhängig von Wohnort, Sprache und Vermögensverhältnissen gewährleistet. Weiterhin haben alle Schüler das Recht auf einen professionellen, qualitativen Unterricht und Beratung, sowie auf Wohlergehen und eine sichere Lernumgebung.

 

Das finnische Bildungssystem wird in drei Teile unterteilt: grundlegenden Unterricht, Sekundarstufe II und höhere Bildung. Vorschulunterricht wird Kindern im letzten Jahr vor dem Beginn des regulären Schulunterrichts erteilt. Der für alle gemeinsame allgemeinbildende grundlegende Unterricht dauert neun Jahre. Die Sekundarstufe II umfasst die allgemeinbildende gymnasiale Oberstufe und die berufsqualifizierende Erstausbildung. Höhere Bildung wird an Hochschulen und Universitäten erteilt.

In Finnland wurde die Bildung dahingehend entwickelt, dass der Vorschulunterricht, grundlegender Unterricht und die Sekundarstufe II zusammen mit der Früherziehung sowie den Vor- und Nachmittagsaktivitäten einen dem Wachstum und Entwicklung und dem Wohlergehen des Kindes fördernden Lernpfad bilden.

 

Das Unterrichtsministerium ist die oberste Schulbehörde in Finnland. Dem Unterrichtsministerium obliegt auch die Vorbereitung der Gesetzgebung zu Bildungsfragen sowie die dazu notwendigen Finanzierungsvorschläge und Regierungsbeschlüsse. Das Zentralamt für Unterrichtswesen hat im Jahr 2004 das Nationale Kerncurriculum für die allgemeine Schulbildung aktualisiert. Die Gemeinden sind verpflichtet, die Organisation für den Vorschulunterricht und den grundlegenden Unterricht zu übernehmen. Sie haben auch die Kompetenz, die nationalen Kerncurricula passend für ihre Verhältnisse auszugestalten. Auf der Basis der lokalen Curricula entwickelt  jede Bildungseinrichtung ihre eigenen Lehrpläne.

 3. Die frühpädagogischen Tageseinrichtungen

 Alle Eltern haben ein gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Die vorschulische Erziehung ist freiwillig. Die Schulpflicht beginnt erst in dem Jahr, in dem das Kind sein 7. Lebensjahr vollendet.

In Finnland können die Eltern zwischen einer kommunalen und einer finanziellen Unterstützung für eine häusliche oder für eine private Betreuung wählen. Die Kommunen organisieren die kommunale Betreuung und kontrollieren meist die privaten Betreuungsplätze, ob diese die geltenden Gesetze und Verordnungen einhalten. Die private Betreuung wird meist durch einen Verein, einer Gemeinschaft oder von Kindergartenlehrern selbst gegründete, kleinere Kindertagesstätten übernommen.

Die frühpädagogischen Tageseinrichtungen sind dem Sozialministerium zugeordnet. Auf kommunaler Ebenen sind sie den Sozialbehörden zugehörig.

Die National Board of Education (FNBE) erstellte ein Kerncurriculum für die Vorschulbildung (Pre-School Education). Zur Zeit hat das FNBE begonnen, eine neues Kerncurriculum zu erarbeiten, dass 2014 abgeschlossen sein soll. Die ca. 400 Kommunen Finnlands haben die Berechtigung, dieses Kerncurriculum auf ihre lokalen Besonderheiten und Verhältnisse weiterzuentwickeln und zu verändern. (Vgl. FNBE)

 

Es gibt verschiedene Arten von Kindertagesstätten:

1. päiväkoti (Kindertagesstätte)

  • für 0-7 Jahre
  • mind. 10 Std. tägl. Geöffnet,
  • für Eltern mit Schichtarbeit auch 24 Std.
  • „offene Tagesstätte“ für Tagesmütter, Eltern und Kinder
  •  „mobile Kindergärten“ in dünn besiedelten Regionen

2. päiväkerho (Spielgruppen)

  •  4-6 Jahre, auch Schulkinder

für 2-3 Std., an 3-4 Vormittagen,

  • auch Nachmittagsgruppen

3. perhepäivähoito (Familientagespflege)

  •  0-7 Jahre, auch Schulkinder
  • Betreuungszeit nach Vereinbarung

Außerdem gibt es auch außerschulische Betreuung und „offene“ Angebote in den finnländischen Kindertagesstätten. (Vgl. BMFSJ – seepro 2009, 24ff.))

Die fachliche Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte und ausreichend Personal sind von großer Bedeutung für das erfolgreiche Bildungssystem Finnlands.

Die Qualitätsanforderungen für das Betreuungspersonal wurde im Gesetz über die Kompetenzvoraussetzungen des beruflichen Personals in der Sozialfürsorge (vom 29.4.2005/272) festgeschrieben. So muss z.B. eine Führungskraft im Sozial- oder Gesundheitswesen über einen höheren höheren Hochschulabschluss verfügen. Zudem schreibt das Gesetz im Abs. 1 §53 vor, dass eine Gemeinde/Kommune für eine „ ausreichende Weiterbildung für das gesamte Personal im Sozialwesen zu sorgen hat“.

(Matthies, Skiera 2009, 129f.)

 

Die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten des pädagogischen Personals sind:

1. Lastentarhanopettaja (Kindergarten-Lehrerin/ Erzieherin)

  •   3 Jahre Universitätsstudium (Vorauss. 12 Schuljahre mit Abschluss)
  •    Abschluss: kasvatustieteen leandidaatti

2. Sosiaalikasvattaja  (Sozialerzieherin)

  •   3 Jahre „Ausbildungsstätten für soziale Berufe“

3. Lähihoitaja (Sozialpflegerin)

  •   2,5 Jahre „Ausbildungsstätten für soziale Berufe“ nach 9 Jahren
  •    Pflichtschule, bzw. 1,5 Jahre, nach 12 Schuljahren

4. Erityislastentarhanopettaja (Heilpädagogin)

  •   4 Jahre Universitätsstudium (Vorauss. 12 Schuljahre mit Abschluss)

5. Lastenohjaaja (Spielgruppenleiter)

  •   2,5 Jahre Ausbildungsstätte der Lutheranischen Kirche nach 9 Jahren

Pflichtschule (Vgl. BMFSJ seepro 2009, 24ff.)

„Laut Kindertagesbetreuungsgesetz (239/1973, § 6 (28.8.1992/806)“ (Matthies, Skiera 2009, 128) gilt in Finnland der Personalschlüssel wie folgt:

  • Kinder im Alter von 0-3 Jahre: 1 Fachkraft für 4 Kinder
  • Kinder im Alter von 3-7 Jahre: 1 Fachkraft für 7 Kinder, jede dritte Kraft muss eine Erzieherin sein

Die Gruppenstärke ist wie folgt:

  • Kinder im Alter von 0-3 Jahre: 12 Kinder pro Gruppe
  • Kinder im Alter von 3-7 Jahre: 20 Kinder pro Gruppe
  • Altersmischung 0-7 Jahre: 25 Kinder pro Gruppe
  • Vorschulgruppen von 6-jährigen: 25 Kinder pro Gruppe

 

4. Die Gemeinschaftsschule in Finnland

Seit 1968 gibt es in Finnland ein integriertes einheitliches Schulsystem für die Klassen-stufen 1-9. Die Idee dahinter ist, alle SchülerInnen gemeinsam, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, ihrer Lernausgangslagen, ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu unterrichten. Ab 1994 wurde die Verantwortung der Kommunen und der Schulen durch neue Rahmenlehrpläne im Schulbereich gestärkt. Neben der Einführung der Evaluation in Schulen wurde die Schule für die Informationsgesellschaft geöffnet. Grundlage hierfür ist das Gesetz zur heutigen Gemeinschaftsschule aus dem Jahr 1998.

„Das Hauptziel der finnischen Bildungspolitik besteht darin, unabhängig von Alter, Wohnsitz, finanziellen Verhältnissen, Geschlecht oder Muttersprache die Chancengleichheit aller Bürger im Bildungswesen zu gewährleisten“ (Döbert 2010,  227).

In Finnland folgt man dem Humboldtschen Bildungsgedanken: jeder soll eine gute und vollwertige Menschenbildung erfahren. Bildungsziele der Gemeinschaftsschule sind folglich, die Kinder zu Menschlichkeit und zur Fähigkeit in der Gesellschaft leben zu können, zu erziehen. Nicht die Konkurrenz und der dadurch entstehenden Leistungsdruck sondern, die Fähigkeit im Team seine eigenen Fähigkeiten und Begabungen einzubringen, stehen im Vordergrund der Philosophie der Schulen in Finnland.

Folgend ist zu vermerken, dass sich der Erfolg der Leistungen der finnischen Schülern sich aus vielen Bausteinen zusammen setzt. Neben dem menschenfreundlichen Bild und dem behutsamen Fördern jedes Einzelnen individuell  in der Schule und der Einstellung der Finnen zum Thema Lernen, hier sei auf eine große Lesefreudigkeit der Finnen und eine große Dichte an öffentlichen Büchereien, sowie eine ganz geringe Anzahl an Analphabeten verglichen mit anderen europäischen Ländern hingewiesen, spielen auch die Rahmenbedingungen wie Klassengröße und Ausbildung des pädagogischen Personals eine wesentliche Rolle.

In Finnland sind Kinder verpflichtet ihr Lernpensum zu absolvieren. Dies muss aber nicht zwangsläufig mit dem Besuch einer Schule einhergehen. Der Leistungsstand und die Entwicklung dieser externen Schüler wird aber von der Schulbehörde überprüft. In Finnland herrscht Lernmittelfreiheit, der Besuch der Schule ist kostenfrei und ein Mittagessen wird gratis den Kindern zur Verfügung gestellt. Auch Fahrtkosten werden von der Behörde übernommen. Bei erhöhtem Förderbedarf wird eine Unterstützung angeboten.

Grundschullehrer erlangen nach einem fünfjährigen Masterstudium ihre Befähigung zum Lehren. Von Bedeutung für die Zulassung zu diesem Studiengang ist die Eignung als Lehrer auch in pädagogischer Sicht. Hierauf wird bei der Bewerbung um einen Studienplatz großen Wert gelegt. Dieser Studiengang ist in Finnland ein sehr beliebter und hängt wohl auch mit der großen gesellschaftlichen Anerkennung und Wertschätzung  von Lehrern in der finnischen Gesellschaft zusammen. Die Schule ist in der Regel von Beginn an eine Ganztagsschule. Auf eine angenehme Lernatmosphäre wird in den Schulen Finnlands großen Wert gelegt. Kindergärten und Schulen sind häufig in einem Gebäude untergebracht.

„Genauso wenig, wie strukturelle Änderungen allein eine gesteigerte Qualität der Lernkultur bewirken können, genauso wenig kann eine humane und zeitgemäße Lernkultur umgesetzt werden ohne die entsprechenden strukturellen Vorgaben“ (Domisch, Klein 2012, 91).

Hier sei neben der guten Ausbildung des pädagogischen Personals auf die kleinen Klassenverbände, die geeigneten Räumlichkeiten und deren Ausstattung sowie die Nutzung von neuen Medien hingewiesen.

„Vermutlich besteht der Hauptunterschied zwischen Deutschland und Finnland in der Personalauswahl. In Finnland werden Lehrer zunächst als Pädagogen angesprochen, und weniger als Vertreter eines öffentlichen Amts“ (Domisch, Klein 2012,101).

Finnische Lehrer verdienen im europäischen Durchschnitt nicht besonders gut. Aber ihr Ansehen in der Gesellschaft und ihre bewusste Wahrnehmung ihrer Verantwortung und Einflussnahme auf die Zukunft der Kinder lassen sie ihre Verantwortung und ihren Stellenwert für die Gesellschaft erkennen.

„Das Geheimnis des finnischen Erfolgs ist hingegen die Wertschätzung von Beziehungen und des Lernens in Beziehungen. Es gibt keine spezielle finnische Unterrichtsmethode. Vielmehr ist das Bildungssystem als solches und die Summe aller beschriebenen Maßnahmen die Erklärung für  den Bildungserfolg“ (Domisch, Klein 2012, 216).

Es wäre zu kurz gedacht, glaubte man mit der Kopie des Schulsystems Finnland auch in anderen Ländern die gleichen leistungsmäßigen Erfolge verbuchen zu können. Viele gesellschaftliche Faktoren spielen hier eine Rolle. Wollen wir in Deutschland eine Verbesserung der Leistungen unserer SchülerInnen, müssen auch die Rahmenbedingungen sowie die Einstellung zum Lernen sich verändern.

5. Rahmenbedingungen der Gemeinschaftsschulen in Finnland

Grundschule/Peruskoulu

  • Einschulung mit  7 Jahren
  • 9 Jahre Gemeinschaftsschule
  • Sehr gute Lehrerausbildung
  • Kooperation statt Konkurrenz
  • höchstens 15 Schüler pro Klasse
  • Unterrichtsmaterialien  und Mittagessen kostenlos
  • Hohe Motivation Bildung zu erlangen (nur wenige Analphabeten)
  • Gleiche Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft
  • Keine Anwesenheitspflicht in der Schule, Lerninhalte können auf andere Weise erworben werden
  • Ganztagsschulen mit Hausaufgabenbetreuung
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Zusammenarbeit mit Behörden der Wohlfahrt
  • Individuelle Lernbetreuung

 

6. Fazit

 Der Blick nach Finnland zeigt, dass es Ziel der finnischen Bildungspolitik ist, eine möglichst hohes Niveau der Ausbildung und Kompetenzen für die gesamte Bevölkerung zu erreichen.

Die Entwicklungsschwerpunkte der Bildung sind die Erhöhung von Bildungsqualität der Bevölkerung und Erwerbsfähigen, die Verbesserung der Effizienz des Bildungssystems, die Vorbeugung der Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen sowie die Erweiterung des Bildungsangebots für Erwachsene. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Verbesserung der Qualität und Effizienz der Bildung und Forschung. Dem zu Grunde liegt die ganzheitliche Bildung und Erziehung des Menschen und die wertschätzende Anerkennung seiner Selbst.

Durch den Indikator der Ergebnisse der PISA-Studien wurde aufgezeigt, dass Finnland eines der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt ist. Schon seit vielen Jahren investiert Finnland in seine Bildungs- und Forschungspolitk und erntet zu Recht viele Erfolge bei Vergleichen innerhalb der EU bzw. über die Grenzen hinaus. Der Erfolg  basiert auf einem gänzlich anderen Grundverständnis der Gesellschaft und der Schulpolitik.

Kann man dieses Konzept einfach auf Deutschland übertragen?

Es wäre sinnlos, dieses Konzept einfach auf Deutschland zu übertragen, zu unterschiedlich ist die Sozialstruktur, die Geographie und auch die Mentalität dieses Landes. Overesch (2007,67ff.) betont, „dass es nichts bringt, etwa die dortige Schulstruktur abzukupfern.“ […] „Seit den sechziger, siebziger Jahren sind sich die Finnen darin einig, dass ihr kleines rohstoffarmes, isoliertes Land im Norden seine Chance nur in der Produktion von Wissen finden kann. Deshalb soll jedes Kind optimal gefördert werden, um dazu etwas beizutragen.“

Weiterhin führt Overesch an, dass auf der politische Ebene noch viel zu tun ist und auch Deutschland Bildungs- und Sozialpolitik mit einheitlichen Aufgaben und Zielen strukturieren sollte. Enttäuschend ist, „über wie wenig Einfluss die Kultusministerkonferenz verfügt.“ (Vgl. Overesch 2007)

Es gibt noch viel zu tun, dass alle Menschen in Deutschland gleiche Bildungschancen haben. Wir Kindheitspädagogen­_innen haben die Verantwortung,  mit unserer Ausbildung zur Veränderung beizutragen.

 

7. Literaturverzeichnis

 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) (2009): seepro.

Fachpersonal in Kindertageseinrichtungen der Europäischen Union; Ausbildungen und Arbeitsfelder. Projektergebnisse

Döbert, Hans, Hörner, Wolfgang, von Kopp, Botho, Reuter, L. (2010). Die Bildungssysteme Europas (Bd. 46). (H. Döber, W. Hörner, B. von Kopp, L. Reuther, Hrsg.) Baltmannsweiler: Schneider Verlag

Domisch, Rainer, Klein, Anne (2012): Niemand wird zurückgelassen. Eine Schule für Alle. München: Carl Hanser Verlag

Matthies, Aila-Leena, Skiera, Ehrenhard (Hrsg.) (2009): Studien zum Bildungswesen und

Schulsystem in Finnland. Bad Heilbronn: Klinkhardt

Müller-Using, Susanne (2010):Ethos und Schulqualität. Pädagogisch-ethische Aspekte im professionellen Umgang mit SchülerInnen in Dänemark,

Finnland und  Deutschland. Opladen und Farmington  Hills MI: Budrich Uni Press

Oberhuemer, Pamela, Ulich, Michaela (1997): Kinderbetreuung in Europa. Tageseinrichtungen und pädagogisches Personal. Weinheim, Basel: Beltz Verlag

Oberhuemer, Pamela (2009): Frühpädagogische Ausbildungskonzepte in drei nordischen Ländern. Orientierung für die Weiterentwicklung des

Professionsprofils in Deutschland? Online publiziert: 16.01.2010. Die Autoren 2010. Dieser Artikel ist auf Springerlink.com mit Open Access verfügbar.

Overesch, Anne (2007): Wie die Schulpolitik ihre Probleme (nicht) löst. Deutschland und Finnland im Vergleich. Münster: Waxmann

Internetquellen:

 Bildung und Wissenschaft in Finnland.  Publikationen des Unterrichtsministeriums 2006. Nr.16

http://www.finland.de/dfgnrw/doku/Bildung_und_Wissenschaft_in_Finnland.pdf, letzter Zugriff am 20.05.2013

Finnish National Board of Education (15.05.2012)

http://www.oph.fi/english/education, letzter Zugriff am 20.05.2013

 

OECD (2010), PISA 2009 Ergebnisse: Zusammenfassung, letzter Zugriff am 19.05.2013

http://www.oecd.org/pisa/pisaproducts/46619755.pdf

Piri, Riitta (2002): Forum Schule. Magazin für Lehrerinnen und Lehrer. Heft 3

http://www.partner-fuer-schule.nrw.de/dev/t3/fileadmin/user_upload/forum-schule/forum-schule-archiv/archiv/09/fs09/magang_1.html#service

 

 

 

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